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Himmlische Vorweihnacht in Halle 02.-04.12.2016

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Am 02.12.16 startete unsere himmlische Reise bei feuchtem Wetter und recht warmen Temperaturen in Gerresheim. Hinter Kassel hatten wir plötzlich wolkenlosen Himmel. So erreichten wir die romantische Weinstadt Freyburg an der Unstrut. Oberhalb der Stadt auf einem Felsen, die Neuenburg, einer der schönsten Burgen in Sachsen-Anhalt. Unser erstes Ziel war die traditionsreiche Sektkellerei Rotkäppchen. Eine Dame lockte uns in die altehrwürdigen Sektkeller und brachte uns mit fundierten Kenntnissen die traditionelle Herstellung der Schaumweine näher. Wir bestaunten auch das größte Holz-Cuvee-Fass Deutschlands mit kunstvollen Schnitzereien.

Entlang an Unstrut und Saale war unser nächstes Ziel die Domstadt Naumburg. Der mittelalterliche Stadtgrundriss ist noch fast vollständig erhalten und so konnten wir über einen sehr stimmungsvollen Weihnachtsmarkt mit historischem Ambiente schlendern. Beeindruckend die vier Türme des Domes im Adventshimmel.

Gegen Abend erreichten wir dann unser Komforthotel Domero Rotes Ross**** in Halle. Es liegt direkt in der Fußgängerzone und blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Zimmer sind alle großzügig und komfortabel ausgestattet. Zum Abend erfreuten wir uns an einem abwechslungsreichen Buffet.

In der Nacht hatte es leicht gefroren, aber die Sonne strahlte vom Himmel. Nach dem sehr guten Frühstück starteten wir zur Stadtführung. Zwei Stunden erlebten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt. Vom Leipziger Turm ging es Richtung Marktplatz. Links und rechts schön restaurierte Hausfassaden aus Jugendstil und Gründerzeit. Der Marktplatz imponiert mit insgesamt 5 Türmen und gehört zu den größten in Deutschland. Wahrzeichen ist der Rote Turm, der auch Europas größtes Glockenspiel birgt. Beeindruckend auch die Türme der Marktkirche, wo Georg Friedrich Händel getauft wurde und Martin Luther gepredigt hat. Nächstes Ziel war das Geburtshaus des großen Barockkomponisten Händel. Den Innenhof hatte man mit Strohballen gemütlich ausgestattet. Über die Große Klausstrasse mit der Kneipenmeile erreichten wir dann die gewaltigen Mauern der Moritzburg. Sie birgt eine Kunstausstellung von Weltformat. Es werden Gemälde u.a. von Gustav Klimt, Franz Marc, Max Beckmann, Edvard Munch und besonders Lyonel Feininger präsentiert, der hier in Halle zeitweise gelebt und hier seine berühmten Stadtansichten gemalt hat. Endpunkt unserer Stadtführung war die Moritzkirche aus dem 14. Jahrhundert. Hier wurden wir bereits vom Kantor empfangen – es erwartete uns ein privates Orgelkonzert auf der historischen Sauerorgel. Nach 45 Minuten Kunstgenuss konnte dann jeder seinen individuellen Spaziergang durch die Stadt unternehmen. Am Nachmittag traf sich dann ein Teil der Gruppe wieder am Hotel und wir fuhren zum Museum für Vorgeschichte. Das unter Denkmalschutz stehende Museum wurde 1911 als erster Museumsbau für prähistorische Archäologie in Deutschland eröffnet. Die außergewöhnlichen Sammlungen gehört es zu den wichtigsten Archäologischen Museen in Mitteleuropa. Im Zentrum steht die Himmelsscheibe von Nebra. Sie ist 3.600 Jahre alt und gibt einen unmittelbaren Einblick in die astronomischen Vorstellungen der Menschen aus der Bronzezeit. Am späten Nachmittag starteten wir dann zu einer himmlisch romantischen Wanderung mit Fackeln. Startpunkt war die Burgruine Giebichenstein, die auf einem Felsen oberhalb der Saale thront. Ein Stadtführer mit Gitarre und Mundharmonika erzählte uns nicht nur Interessantes aus der Geschichte der Halloren und der Burg, sondern gab auch so manch musikalische Kostprobe von Volkswaisen bis Joseph von Eichendorff, der ebenfalls schon in Halle weilte. Es war eine perfekt inszinierte Kulisse an diesem Abend. Eine windstille, klare Nacht. Die Saale floss träge dahin, die Mondsichel zeigte sich oberhalb der Burgruine und die Sterne funkelten im Spiegel des Wassers. Der schöne Abend fand seinen Abschluss bei einem guten Menü im Traditionsgasthaus Zum grünen Kranze am Saaleufer.

Auch am 04.12.16 strahlte der Himmel. Wir fuhren zur ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands. Hier werden die berühmten Hallorenkugeln hergestellt. So mancher hatte sich mit einem Schokoladenvorrat für die Feiertage eingedeckt. So ging es zur letzten Etappe über die Autobahn 38 nach Nordhausen. Auf dem Weg dahin spendierte ein guter Stammkunde allen Mitreisenden ein Gläschen Hallunken-Kräuterlikör, der mit echtem Halleschen Siedesalz und Salzkräutern hergestellt wird. So hat der Likör dann auch einen interessanten, leicht salzigen Nachgeschmack.

In der alten Hansestadt Nordhausen besuchten wir die große Roland-Statue mit dem roten Mantel am Rathaus. Im Mittelalter wurde unmittelbar vor der Statue Gericht gehalten. Im Nordhäuser Dom (11. Jh.) beeindruckt besonders das holzgeschnitzte Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert. Nach einem Besuch des Weihnachtsmarkts am Theaterplatz ging es dann staufrei zurück nach Gerresheim.